KMD-MAGAZIN-JUNI2025 - Flipbook - Seite 90
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Die herausforderndste Tätigkeit an ihrem Beruf
sieht Fikatas darin, «die Vielzahl an Informationen zu kanalisieren, in eine klare Struktur zu
bringen und auch bei unvorhergesehenen
Ereignissen jedes Detail im Blick zu behalten.
Es erfordert schnelles Denken, die Auswirkungen
solcher Änderungen zu erkennen und alle relevanten Stellen rechtzeitig zu informieren.»
In den letzten Monaten setzte sie sich intensiv
mit der Sammlung des Kirchner Museum auseinander. Auf die Frage, ob sie bereits ein
Lieblingswerk von Kirchner habe, antwortet sie
spontan: «Eine schwierige Frage, weil sich
dies immer wieder ändert, je nachdem, unter
welchem Aspekt ich ein Werk betrachte. Aus dem
Bauch heraus würde ich wohl sagen Sitzende
Dame ( Erna Kirchner ) von 1926. Mich fasziniert
die Gegenüberstellung von Ernas Melancholie
und der Schönheit der umgebenden Natur,
die sie nicht wahrzunehmen scheint. Gleichzeitig
ist Erna unglaublich präsent auf dem Bild.»
Wissen und Dokumentation
für die Forschung
Als Registrarin freut sich Fikatas immer wieder
darüber, «bei einem Austausch mit Arbeitskolleg:innen, Registrar:innen anderer Museen,
Behörden, Transportunternehmen und Dauerleihgeber:innen etwas Neues dazulernen zu
können». Denn ein weiterer wichtiger Aspekt
dieses vielseitigen Berufs liegt im Bereich der
Forschung. Die Registratur arbeitet als Schnittstelle eng mit Kurator:innen, Historiker:innen
und dem gesamten Museumsteam zusammen an
unterschiedlichen Forschungsprojekten, um
das Wissen über die Sammlung, die Kunstwerke
und die Künstler:innen zu erweitern und zugänglich zu machen.
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