KMD-MAGAZIN-JUNI2025 - Flipbook - Seite 65
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Kirchners Vision einer
gemeinsamen Ausstellung
Eine gemeinsame Ausstellung, die dem Publikum
einen direkten Vergleich der beiden Künstler
ermöglichen sollte, entsprach Kirchners Wunsch,
seine künstlerische Eigenständigkeit einem
grossen Publikum zu präsentieren: «[Curt]
Glaser habe ich geschrieben, dass ich eine internationale Ausstellung erwarte, wo Picasso
und ich nebeneinander hängen sollen […].» Doch
diese Vision blieb unerfüllt – mit dem Aufkommen der politischen Umwälzungen ab 1933
wurden der internationale Austausch und die
künstlerische Zusammenarbeit abrupt beendet.
Die Ausstellung Kirchner.Picasso greift diesen
Wunsch Kirchners in einer gross angelegten
Kooperation zum ersten Mal auf. Sie bringt die
Werke zweier herausragender Künstler der
Moderne in einen eindrucksvollen Dialog. Die
Schau erzählt anhand zahlreicher internationaler
Leihgaben aus bedeutenden Sammlungen
von künstlerischer Erneuerung, vom Streben
nach einem individuellen Ausdruck und von den
vielschichtigen Wechselwirkungen einer Epoche
des Umbruchs. Die künstlerische Moderne
wäre ohne Kirchner und Picasso nicht denkbar –
ihre Werke stehen exemplarisch für eine neue,
zeitgemässe Bildsprache, die bis heute nachwirkt.
Eine Ausstellung des Kirchner Museum Davos und
des LWL-Museum für Kunst und Kultur, Münster
LWL-Museum für Kunst und Kultur, Münster
26.9.2025 – 18.1.2026
Kirchner Museum Davos
15.2. – 3.5.2026
Ernst Ludwig Kirchner,
Zwei Frauen auf
der Strasse, 1914
Kunstsammlung
Nordrhein-Westfalen,
Düsseldorf